Der Name Ergotherapie stammt vom altgriechischen Wort érgon ab, was Werk/Arbeit/Dienst/Behandlung bedeutet. Es ist eine Therapieform, die sich mit der Ausführung konkreter Betätigungen und deren Auswirkungen auf Menschen und dessen Umwelt befasst.  

 

Meine Aufgabe ist es, die Fähigkeiten Ihres Kindes, sein Umfeld und seine täglichen Aufgaben zu analysieren und genau herauszufinden, wo die Probleme liegen, die ihrem Kind beim Spielen oder Lernen im Wege stehen. 

 

Folgende Bereiche werden in der Abklärung angeschaut:

 

Grobmotorische Fähigkeiten

Wie ihr Kind seinen Körper bewegt beim Rennen, Springen oder Klettern.

 

Feinmotorische Fähigkeiten

Wie ihr Kind seine Hände benützen kann beim Zeichnen, Schreiben, Schneiden, Papier falten oder wie es mit kleinen Gegenständen umgeht.

 

Verarbeiten von Sinnesreizen

 

Wie ihr Kind sensorische Reize wahrnimmt und darauf reagiert. (Einige Kinder reagieren unterempfindlich andere überempfindlich auf sensorische Reize wie Berührung, was sich negativ auf ihre Aufmerksamkeit, ihr Lernen oder ihre Stimmung auswirken kann.)

 

Selbstversorgung

Wie selbständig ist es beim Essen, Zähneputzen, Anziehen und geht es sorgfältig mit seinen Sachen um?

 

Visuelle Wahrnehmungsfähigkeiten

Wie ihr Kind visuelle Informationen interpretiert und verarbeitet. Wie es beispielsweise Formen erfasst und abzeichnet.

 

Auditive Wahrnehmung

Wie es sich an einzelne Worte oder Sätze erinnern kann.

 

Konzentration

Wie es sich auf eine Aufgabe fokussieren kann. Ob es schnell abgelenkt ist oder schnell ermüdet.

 

Exekutive Funktionen

Wie ihr Kind an eine Aufgabe herangeht, ob es sie plant, sich während der Umsetzung kontrolliert und ob es Problemlösungsstrategien hat, wenn etwas nicht klappt.

 

Selbstregulation

Wie ihr Kind mit Herausforderungen umgeht, ob es sich beruhigen kann, wenn es sich aufgeregt hat.

 

Selbstbild

Was denkt ihr Kind über sich selbst, welche Meinungen hindern es daran, mutig weitere Schritte zu wagen.

 

 

 

Nach dem Auswerten der Abklärung, fasse ich die Ergebnisse zusammen und schaue mit Ihnen zusammen an, welche Erklärungen wir für die Schwierigkeiten ihres Kindes erkennen. Wenn Ergotherapie indiziert ist und sie und ihr Kind einverstanden sind, legen wir zusammen die Förderziele fest. Dabei ist es wichtig, das diese Ziele für das Kind auch wichtig und im Alltag relevant sind.

 

In den Therapiestunden packe ich Lerninhalte und Interesse der Kindern auf spielerische Weise ein. Was also aussieht als würde das Kind "nur" spielen, basteln oder turnen ist also Teil des Lernweges. Denn Kinder lernen am besten, wenn die Aufgaben für sie Sinn machen und sie dabei Spass haben. Mit dem Blick auf das, was schon klappt, gewinnt das Kind an Selbstvertrauen und zusammen feiern wir  Erfolge.